Bundesweite Hypnoseausbildungen, ja habe ich jahrelang gemacht

Jetzt haben meine Seminare festes Zuhause.

Ich bilde nur noch in Leipzig aus. Mit gutem Grund.

Vor ungefähr einem Jahr habe ich entschieden: Meine Hypnoseausbildungen gibt es nur noch in Leipzig.

Eure wiederholten Anfragen nach anderen Standorten haben mich kürzlich dann doch noch mal ins Grübeln gebracht. Weil ich dieses ständige Unterwegssein eigentlich wirklich geliebt habe. Und ich habe mich auch schon wieder gesehen, wie ich in Hamburg, Berlin und München ausbilde.

Okay, Challenge accepted.

Und gedanklich packte ich schon wieder den Transporter.

Meine elektrischen Hypnose-Relaxsessel? Keine Chance. Also wieder einfache, transportable Schwingstühle.

Mein großer Monitor für die Präsentationen im Unterrichtsraum? Bleibt natürlich auch in Leipzig. Also wieder Beamer, Beamertisch, Kabelsalat und Co.

Mein Soundsystem? Auch nichts für unterwegs. Also wieder eine einfachere Lösung, vermutlich kleine MP3-Musikboxen.

Und bei Kaffeemaschine, Wasserkocher und Pausenversorgung sah es ähnlich aus: Es musste wieder robuster, einfacher, transportfähiger und weniger werden.

Und mit jedem gedanklichen Downgrade verschwand dieses „Yeah, ich rock’s wieder“ ein bisschen mehr.

Bis ich dachte: Och … och nee. So will ich’s eigentlich gar nicht.

Und dann hat es Klick gemacht.

Vor einem Jahr fühlte sich meine Entscheidung für Leipzig ziemlich pragmatisch an: weniger Organisation, weniger Reisen, besser mit meinen Praxisterminen vereinbar.

Jetzt habe ich kapiert, was es wirklich ist: Ich will diese Kompromisse nicht mehr.

Hier in Leipzig habe ich alles so eingerichtet und organisiert, wie es für Hypnose, Hypnoseseminare und tägliche Übungen optimal ist.

Und jetzt habe ich auch verstanden, warum ich bei meinen Seminaren im letzten Jahr manchmal dieses merkwürdige Gefühl hatte, als ob ich irgendetwas vergessen hätte oder etwas fehlen würde.

Es fehlte einfach nur das, was sieben Jahre lang ganz selbstverständlich zu den Tournee-Seminaren dazugehört hatte:

die Improvisationsherausforderungen und die vielen Nebenbaustellen.

Wenn du ständig temporär fremde Räume anmietest, glaubst du irgendwann, wirklich alles schon erlebt zu haben und es beim nächsten Mal vorher abklären zu können.

Glaub mir: Irgendwas Neues kommt trotzdem.

  • Da hast du die Räume bis 19:30 Uhr angemietet und um 19 Uhr klingeln schon die Teilnehmer der nächsten Veranstaltung, weil die es gewohnt sind, immer eine halbe Stunde früher reinzukommen – was dir nur vorher keiner verraten hat.

  • Oder mitten im Unterricht, im Zweifel sogar mitten in einer Live-Demo, kommt der Vermieter rein, weil er „nur schnell etwas holen“ möchte.

  • Oder du kommst an und stellst fest: Die Sonnenschutzvorhänge vom Foto sind nicht mehr da, die Steckdosen liegen völlig ungünstig und die zugesagten Beistelltische fehlen auch.

  • Und dann gibt es nur eine zentrale Toilette für sämtliche Veranstaltungen im Seminarhaus. Also legst du deine Pausen so, dass deine Teilnehmer möglichst nicht gleichzeitig mit 50 anderen Leuten vor dem Klo stehen. Aber hey – Klopapier war immer da.

  • Auch auf ein freundliches „Kaffee und Snacks sind gegen einen kleinen Aufpreis mitbuchbar, eigene Verpflegung brauchen Sie nicht mitzubringen“ sind wir dann nicht mehr hereingefallen – nachdem diese 3-Liter-Pumpkannen neben der 08/15-Waffelmischung auf dem Tisch standen und das, was da herauskam, nur mit sehr viel Wohlwollen als Kaffee durchging.

  • Und selbst in wirklich tollen Räumen gab es manchmal noch Überraschungen. Da kam am Sonntagabend plötzlich noch die Information: „Ach übrigens, in die Seminarräume gehen bitte alle nur mit unseren Puschen.“ Dann stehst du da und überlegst, wie du 9 Teilnehmern, die jeweils knapp 6.000 Euro für ihre Ausbildung bezahlt haben, am nächsten Morgen erklärst, dass sie bitte die bereitgestellten piefigen Puschen anziehen sollen. Auch dafür haben wir eine Lösung gefunden.

Und beim nächsten Mal stand eben auch so etwas auf der Liste der Dinge, die vorher abgeklärt werden mussten.

Alles für sich genommen keine Katastrophe. Manches eher ein Schmunzler. Manches schon eine echte Herausforderung.

Aber eines hatten diese und noch viele andere Dinge gemeinsam: Sie haben Energie und Aufmerksamkeit gebraucht, die mit dem eigentlichen Seminar überhaupt nichts zu tun hatten.

Und wenn ich am Vorabend eines Seminars manchmal bis weit nach Mitternacht mein Improvisationstalent trainiert habe, hieß es am nächsten Morgen um 8:45 Uhr, hochmotiviert: Showtime.

Alles stand. Alles funktionierte. Alles war da. Und ich war stolz darauf.

Ich hoffe heute immer noch, dass bei manchen Veranstaltungen niemand auch nur geahnt hat, was ich am Abend und in der Nacht davor noch gemacht hatte.

Und wenn ein Seminar erfolgreich zu Ende ging, war das natürlich – und ist es bis heute – ein verdammt gutes Gefühl.

Heute weiß ich, dass ich die Tournee-Seminare auch deshalb so geliebt habe, weil ein Teil dieses guten Gefühls daher kam, wieder eine unerwartete Herausforderung gemeistert zu haben. Mit jedem Seminar wurde mein Improvisationstalent noch ein bisschen besser.

Und das hat wirklich Spaß gemacht. Tja. Nur hatte genau dieser Teil mit dem eigentlichen Sinn des Seminars überhaupt nichts zu tun.

Und genau diesen Teil brauche ich heute nicht mehr.

Wahrscheinlich fehlte uns in unserer Sammlung an Herausforderungen nur noch so etwas wie der Zumba-Kurs direkt im Nachbarraum.

Den hatten wir zum Glück nie. Aber ganz ehrlich: Ich möchte es auch nicht mehr darauf anlegen, vielleicht doch noch ein Hypnoseseminar Tür an Tür mit einem Zumba-Kurs zu rocken.

Wahrscheinlich würde ich auch das hinkriegen.

Aber das muss ich mir wirklich nicht mehr beweisen.

Mein Improvisationstalent ist ausreichend trainiert.

Heute investiere ich diese Energie lieber dort, wo sie wirklich einen Mehrwert für dich generiert.

Meine Seminare muss ich nicht mehr an die ständig wechselnden Gegebenheiten anpassen. Heute habe ich die Gegebenheiten in Leipzig für Hypnoseseminare optimiert.

Und trotzdem ist auch heute ein Kompromiss nötig. Nur ist es diesmal einer, den ich echt gut finde.

Früher haben wir das komplette Seminar möglichst nah zu euch gebracht. Heute kommt ihr zu mir nach Leipzig.

Für dich bedeutet das wahrscheinlich ein paar Kilometer mehr Anreise.

Für mich bedeutet es, dass ich auf ein bisschen zusätzliches Training für mein Improvisationstalent verzichten muss.

Dafür bleiben mir mehr Zeit, Aufmerksamkeit und Energie für die Dinge, um die es wirklich geht:

Um dich und das, was dein Seminarerlebnis bestmöglich macht.

Ich finde: Win-Win. Und du?

20. September 2026